Abbendorf - Flecken Diesdorf Altmark

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Fotos:
Rüdiger Lange


Kleiner geschichtlicher Abriss von Abbendorf


Abbendorf gehört heute als ein Ortsteil zum Flecken Diesdorf.
Vor der Eingemeindung kurz nach der Wende war Abbendorf mit den Ortsteilen Peckensen, Hohenböddenstedt, Dankensen und der Wüstung Römke selbständig.
Der Ort Abbendorf entstanden aus einem Rundling. Er gefällt durch seine breite Dorfstraße mit wunderschönen großen Bauernhöfen links und rechts.
Lebten nach dem Zweiten Weltkrieg in Abbendorf bis zu 400 Menschen, sind er heute nicht einmal mehr 200.
Zwei Schmieden, davon steht eine heute im Diesdorfer Freilichtmuseum, eine Stärkefabrik, eine Molkerei, zwei Gaststätten, eine kleine Dorfschule, eine Tankstelle, ein Bäcker, zwei kleine Tante Emma-Läden, eine Stellmacherei, zwei Tischler und die Feuerwehr bestimmten teilweise noch bis kurz vor der Wende das dörfliche Leben. Heute gibt es nur noch das Landgasthaus Niemann, in dem gerne gefeiert wird und die Feuerwehr. Der größte Betrieb ist die Agrarerzeuger-Gemeinschaft Abbendorf. Nach der Wende ist in Abbendorf der Kinderhof Merzen entstanden, in dem Kinder aus zerrütten Familien aufgenommen und erzogen werden. Aber auch die Elektrofirma Schulz hat sich weit und breit einen guten Namen erarbeitet.
Touristisch dürfte die Kirche, ein neugotischer Backsteinbau aus dem Jahre 1874, der Anziehungspunkt sein. Teile der alten gotischen Feldsteinkapelle aus der Zeit um 1500 wurden in die neue Kirche integriert, die im Innern durch Schlichtheit und einem einmaligen Flügelaltar besticht.
Gleich neben dem Gotteshaus steht die rund 1000 Jahre alte Linde, deren Ausmaße im Laufe der letzten 100 Jahre sich verkleinert haben. Viele der großen hohlen Äste sind abgebrochen. Doch die Linde lebt. Über diesen Baum wurden bereits Gedichte geschrieben. Er steht unter Naturschutz. Mitten im Ort befindet sich das im Jahre 1921 eingeweihte Kriegerdenkmal. Der große Findling wurde von einem Landwirt aus Römke gespendet. In den 60er Jahren rissen aus ideologischen Gründen Kommunisten den Adler des Kriegerdenkmals herunter. 2005 wurde das Kriegerdenkmal auf Initiative von Rüdiger Lange im Rahmen der Dorferneuerung aufwendig saniert, ein neuer Adler aufgesetzt und eine Gedenktafel für die Gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkrieges hinzugefügt.
Gleich neben dem Kriegerdenkmal steht die Friedenseiche, die nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges (1870/71) vermutlich 1872 gepflanzt wurde. Statt einer Kette, die bis in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts den Baum wie ein Ehering zierte, gibt es heute eine Sitzbank.
Von den vielen Vereinen (Krieger-, Schützen-, Fahrrad- und Gesangsverein) des vorigen Jahrhunderts existiert heute nur noch der Schützenverein aus dem Jahr 1856. Besonderheit: Auch zu DDR-Zeiten wurde die Schützentradition als eine der ganz wenigen Schützenvereine in der Altmark ununterbrochen aufrecht erhalten, damals unter dem Deckmantel der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) und des Dorfklubs.
Das Alter von Abbendorf wird auf rund 800 Jahre geschätzt. Genaueres sollen Forschungen des Heimatvereins Diesdorf ergeben, die angelaufen sind.


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü